Hervorgehoben

A Life Changing Experience

Eines Tages wachte ich auf und wusste – Ich will mein Leben verändern. So ungefähr hatte ich mir das vorgestellt, aber so war es nicht. Es war viel mehr ein leichtes Jucken, wie ein Mückenstich am Po, der mich über Jahre beschäftigte. Immer wieder gab es kurze Augenblicke, in denen ich mich fragte: „Ist das jetzt echt mein Leben? Soll es das gewesen sein?“ Gefolgt von einem kurzen Moment der Atemnot, nur um dann wieder schnell den Kopf zu schütteln (als ob die Ängste und Gedanken dann einfach zu den Ohren rausfliegen würden) und meinem alltäglichen Wahnsinn gelassen und entspannt nachzugehen. Dieses Kratzen auf meinem Hintern wollte aber einfach nicht verschwinden und der Stich begann zu wachsen und sich auszubreiten. Dann hört man von allen Seiten: „Das Leben ist zu kurz! Mach was draus! Man lebt nur einmal!“ -und eh man sich versieht, hat man seinen Job gekündigt und träumt davon ein Instagram Star zu werden. Nun gut, Letzteres ist nicht wirklich mein Traum. Ich möchte eigentlich Schriftstellerin sein. Aber ich würde eine Karriere als Insta Star auf meinem Weg nach oben auch in Kauf nehmen. Gesagt, getan. Ich bin voller Datendrang, eröffne meinen Account und muss betrübt feststellen, dass ich gerade mal 2 Abonnenten habe. Kein Wunder- denn ich poste ja auch nichts. Allmählich schleicht sich bei mir das Gefühl ein, dass man als Insta Star auch arbeiten muss. Verdammt. Ich hatte mir das alles ein bisschen leichter vorgestellt. Selfies sind leider auch so gar nicht mein Ding und ich beginne, meinen Karrierewunsch zu überdenken. Wenn man 33 ist und plötzlich beschließt, sein Leben umzukrempeln, ist man entweder unglaublich mutig, sehr dumm oder einfach nur in einer Midlifecrisis- kommt ganz auf den Ausgang der Operation „Lifechange“ an. Ich bin mir im Moment noch unsicher zu welcher Gruppe ich gehöre. Werde ich nächstes Jahr wieder meinem alten Job nachgehen oder schon die neue Bachelorette sein.. ? Wir werden es sehen. Ich gebe jedenfalls noch nicht auf und werde euch über meine Fortschritte auf dem Laufenden halten. 

Alles Liebe, eure Vera

1. Advent…

Heute ist der erste Adventsonntag… ich weiß das daher, weil ich ungefähr 10000 Statusmeldungen und Instagram Stories mit Adventkränzen und Kerzen gesehen habe. Danke an dieser Stelle fürs Erinnern! 🙂

Was ich in den letzten Wochen auch immer vermehrt lese, sind diese vielen Weisheiten, die die Menschen (darunter auch meine Freunde) immer posten. Es beschleicht mich so eine Ahnung, dass es voll im Trend liegt, anderen Menschen Tipps für ein besseres Leben zu geben. Noch mal DANKE an dieser Stelle. „Love yourself“- zum Glück sagt mir das mal jemand, „Be free and enjoy every day“- und ich hab mir tatsächlich vorgenommen, heute aufzustehen und nix zu genießen. Wäre ich nicht auf Instagram, würde ich nicht wissen, wie man das Leben leben soll. Zumindest lese ich jetzt ausführlich darüber.. 🙂 Nein, aber mal Scherz beiseite und ich hoffe, niemand fühlt sich hier angegriffen, denn im Grunde ist es doch sehr schön, wenn Menschen positives Gedankengut teilen! Es kann nur bisweilen in der Masse auch etwas amüsant zumuten.. sagen wir mal so. 😉

Ein immer wieder gern und weit verbreiteter Rat ist, dass man doch dankbar und zufrieden sein soll, für alles was man hat. Dem stimme ich natürlich voll und ganz zu. Aber die Sehnsucht nach etwas anderem und Dankbarkeit für alles was schon ist, schließen sich nicht zwangsläufig aus. Sehnsucht ist auch gut. Sie treibt uns an. 

Heute, zum Beispiel, lag ich auf dem Sofa und habe gelesen, neben mir schlief der Hund meiner Eltern. Ich habe ihr den Kopf gekrault und es war so ruhig und friedlich, dass ich mich in jenem Moment vollkommen vom Glück beseelt fühlte, als könnte mein Leben nicht perfekter sein. 

Ich wollte in jenem Augenblick nichts an meinem Leben ändern und trotzdem sitze ich dann abends am Fenster, starre in die Dämmerung und träume von Sonne, Strand und Meer. Ich träume aber auch von Weltfrieden, sozialer Gerechtigkeit, einem umweltfreundlichen Planeten.. Ich träume von einem Haus, in dem ich mein eigenes Schreib-, Mal- und Bastelzimmer habe, von ein paar Kindern, einem Hund und einem abenteuerlustigen Partner, der bereit ist, mit Sack und Pack ans Meer zu fahren, wenn ich wieder Sehnsucht nach Sonne habe. Ich träume von einem sagenhaften Bikinibody trotz Pizza und Co.  Träumen darf man ja mal :). 

Ich gehe sogar so weit und sage: Träumen MUSS man!! Vielleicht wird nicht immer jeder Traum wahr (es gibt auch wichtigere und weniger wichtigere Träume, zugegebenermaßen), aber ich bin ja auch flexibel genug meine Träume, meiner Realität anzupassen. Ohne Sehnsucht gibt es keine Ziele, ohne Ziele keine Pläne, ohne Pläne keine Veränderung, nur Stillstand. Im Kleinen fängt die Veränderung an- auch beim Verändern der Welt. Irgendwo muss man ja beginnen- 

Ich war am Freitag nicht auf der Fridays for Future Demo- hab’s verpeilt, ich Vollpfosten. Stattdessen ging ich mitten im Black Friday Trubel unter (hab aber zumindest nix gekauft, sondern gearbeitet- zum letzten mal!)-

Aber würden wir hier nicht im Kleinen beginnen, würde sich nie etwas ändern und ich bin froh und dankbar für all jene, die an der Demo teilgenommen haben. 

Meinen Job habe ich also wieder gekündigt. Nur um euch über meine aktuelle Erfolgsgeschichte auf dem Laufenden zu halten.. Und es gibt wahrscheinliche einige Menschen, die das als Scheitern betrachten würden. Kann man nicht mal drei Monate in einer Arbeitsstelle aushalten, die einem nicht gefällt? Kann man- ohne Frage. 

Manchmal muss man auch. Aber ich habe das Glück, dass ich nicht muss und ich bin mutig genug zuzugeben, dass ich mir mein Leben immer leichter mache, wenn es irgendwie geht. (Ich nehme mir diese Instagram Weisheiten eben echt zu Herzen) Ich will nicht näher auf die Gründe meiner Kündigung eingehen, kurz gesagt: Ich bin finanziell wieder um einiges ärmer, aber ich bin definitiv wieder zufriedener und glücklicher. Das war es mir wert. 

Worauf ich aber hinaus will.. die meisten Menschen haben mir von einer Kündigung abgeraten. Überhaupt bekomme ich nicht nur auf Instagram viele nützliche Ratschläge sondern auch im tatsächlichen Leben sagen mir Freunde immer wieder, welcher Typ ihrer Meinung nach gut zu mir passen würde, wie ich am besten leben könnte, wie meine Ernährung sein sollte und was meine -manchmal etwas dezent pessimistische- Lebenseinstellung betrifft, fange ich gar nicht erst an. Versteht mich nicht falsch, das ist sehr liebenswert und ich bin mir sicher, ich mache das gleiche umgekehrt genauso, aber in den letzten Tagen kam ich nicht umhin, darüber nachzudenken, wie wichtig mir oft die Meinung anderer ist und wie sehr ich mich in manchen Lebensbereichen an jener orientiere. 

Eine Freundin meinte letztens, sie würde so gerne Hüte tragen. Ihr stehen leider Hüte so gar nicht. Tatsache! Sie selbst findet sich aber, aus mir schier unerfindlichen Gründen, super schön damit und ich habe sie gefragt, warum sie dann nicht einfach Hüte trägt, wenn sie das doch so gerne möchte. „Weil jeder sagt, es sieht scheiße aus!“ Natürlich sagen das alle. (ist ja auch so-meiner Meinung nach) Aber kann es das wirklich sein? Wir wandeln offensichtlich nur ein einziges Mal auf dieser Erde (außer man glaubt an Reinkarnation), die wir ohnehin gerade zerstören, und dann tragen wir keinen Hut, obwohl wir das so gerne wollen und uns schön damit finden, nur weil ANDERE das nicht so sehen? Das ist doch irgendwie skurril… 

Vielleicht fühle ich mir gerade ein bisschen pubertär, aber wo bleibt die Rebellion? Im allerschlimmsten Fall gibt es Menschen da draußen, die einem sagen: „Das sieht scheiße aus!“- So what? Daran stirbt man nicht und wem’s nicht gefällt, der muss ja nicht hinsehen…

Fazit: Es geht darum, in entscheidenen Fällen auf alles zu pfeifen, was Freunde, Familie oder sonst wer zu wissen glauben, denn am Ende muss nur ich mein Leben aushalten.

After all.. können Ratschläge aber auch zuweilen positiv sein. Eine Freundin meinte letztens „man sollte sich nicht immer mit anderen vergleichen“ und auch wenn wir das alle genau wissen, schadet es trotzdem nicht, hin und wieder daran erinnert zu werden. In diesem Sinne, meine Ratschläge für euch heute:

Feiert eure Sehnsüchte, vergesst den Cyber Monday, geht zu den Demos und tragt alle Hüte, die ihr tragen wollt!

Alles Liebe, eure weise Vera.

„You get used to everything“

I can’t be bothered to write the same long Intro to this Blog entry as I did in german before. Shortly said: I was horribly lazy today, I haven’t been productive at all besides washing my hair so I decided that I will write one blog post to make myself feel a little active at least.

Yesterday a friend of mine (I do have lots of friends) told me to be more self – confident, especially when it comes to men. You have to know that I had told him about some really weird and extraordinary dates I had had where I sat still, smiling friendly not saying a word, while the guy behaved like a total idiot. This also lead me to deleting my tinder account. 

Anyways. In german the word for self- confidence is similar to the word for self-awareness and for me this is a big difference. I am self confident in some ways. Give me an empty dance-floor and good music and I will be the first to come and the last to go, no matter if people watch me or have an opinion on my – sometimes extraordinary– dance skills. I will be very loud and committed to my very own opinion on politics or other life happenings- ALWAYS! Even if it is not rationally proven that I am right. I wear my bright orange jacket with pride and joy although people already told me that I look like a traffic cone wearing it. I am very self confident when it comes to these things. But I am also very self aware that there are loads of situations in life where I am absolutely not self- confident at all.

I am shy sometimes. This might sound like a surprise but if I meet someone that I fancy (I am talking about men here), I am blathering super big nonsense at times. 

I don’t know why, but I never get to say anything smart if I am in front of a cute guy. 

It’s always bullshit plopping out of my mouth then. If I am well prepared, I quickly switch to the friendzone- which means that either the guy thinks, I am a weirdo or in the very best case he sees me as a „friend“ which is ok, because I am safe in the friendzone. So you see- I am not super successful in my flirting skills, but the relationship area is not the only space that I am insecure with.

I recently booked a flight to Panama although I always see myself ending up kidnapped or eaten by wild animals. Actually I am a coward in most life situations. I am afraid of making big decisions, making wrong decisions, falling in love, never falling in love, quitting my job, wasting my time, not sleeping in, not waking up, climate change, publishing a book and being criticised, not publishing a book, loosing family and friends, and so on. You see! Lots of fear, lots of insecurity, not much self confidence here. 

But still- I am leaving my comfort zone and dealing with all these things.  (Not much choice here) I am travelling (also alone) over half of the planet, I am dating weird guys, I did quit my job, I am writing.. 

Life is not about being super confident and strong all the time. It’s above all about being self- aware and get to know yourself better day by day. I am very well aware of my insecurities and insufficiencies but learned to deal with them and I am doing a little better day by day. Maybe one day I will also learn how to flirt properly. 🙂

You might now ask or not ask yourself why I chose this title for the blog post. Today I have talked to a friend of mine as well (yes- ANOTHER friend- I m super lovely to hang out with :)) and I was complaining to her about Sundays and how I always feel empty and lazy and tired and like a total loser these days, because I still don’t know what to do with my life for real, I haven’ t made big decisions yet, I still haven’t got my own apartment, still no money, no boyfriend, and so on. At the end of my cry fest she only said:

„Well, I guess you get used to everything, don’t you?“

I love my friends.

Have a nice Sunday, Vera.

„Man gewöhnt sich an alles“…

Heute war ein Sonntag. Sonntage sind immer irgendwie anders. Plötzlich verwandelt sich die sonst so lebendige Umgebung in eine Geisterstadt. Alles ist geschlossen, es gibt kaum Verkehr und wenn man, wie ich, die meiste Zeit des Sonntages beim Serienschauen verplempert, weil man sich einfach nicht aufraffen kann, hinaus in die wunderschöne Herbstlandschaft zu gehen, dann kann es auch mal sein, dass man am Ende des Sonntages völlig matsch im Kopf ist. Perfekt, um in eine neue Woche voller Arbeit zu starten.

Ja, ihr habt richtig gehört. Ich arbeite. Ich bin sogar ziemlich fleißig, denn ich habe nicht nur ein Studium begonnen, sondern arbeite nebenbei noch in einem Shop. Irgendwoher muss das (wenige) Geld ja kommen. Jedenfalls war heute wieder einer dieser typischen Sonntage. Eine Freundin von mir war schon stolz auf sich, dass sie überhaupt das Fenster aufgemacht hat, während ich auf Instagram und Facebook dutzende Fotos von wander- und sportfreudigen Menschen gesehen habe. Mal ehrlich, wie machen die das nur? Woher nehmen die die Energie und ja, ich glaube tatsächlich sogar, Freude, um sich aus dem Bett zu hieven? Ich war schon stolz auf mich, dass ich mir die Haare gewaschen habe. Aber genug dergleichen, ich habe mir jedenfalls vorgenommen, heute noch mindestens eine produktive Sache zu machen und da ich keine Lust auf Unikram oder Aufräumen hatte, kommt jetzt ein Blogeintrag. (und das längste Intro aller Zeiten)

Gestern meinte ein Freund (ich habe viele Freunde), dass ich doch einfach mal selbstbewusster sein sollte. Zur Erklärung: Ich habe ihm von einigen Date – Eskapaden in den letzten Monaten erzählt – 

um die Privatsphäre derjenigen zu schützen, nenne ich hier keine weiteren Details – und wie ich sie geduldig und freundlich lächelnd ertragen habe. Alle, die sich jetzt angesprochen fühlen: Euch betrifft das nicht, denn diese Jungs kennen mein Instagram oder facebook zum Glück nicht! Jedenfalls habe ich diese Dates freundlich lächelnd hinter mich gebracht, ohne mich zur Wehr zu setzen und stattdessen anschließend einfach mein Tinder Profil gelöscht. Dieser besagte Freund meinte also: Ich müsste selbstbewusster auftreten und mir das nehmen, was ich möchte. Hier bin ich. (sozusagen)

An dieser Stelle muss ich trotzdem kurz einhaken, denn ich bin, wie ich glaube, sehr selbst-bewusst. Selbstbewusst zu sein bedeutet: sich seiner selbst bewusst zu sein. Nicht zu verwechseln mit Selbstsicherheit. Ich bin mir meiner durchaus bewusst. Ich weiß, dass ich in manchen Lebenssituationen auch selbstsicher bin. Man gebe mir eine leere Tanzfläche und gute Musik und ich werde die erste sein, die ihre dancemoves auspacktund die letzte sein, die diese Tanzfläche verlässt, vollkommen gleichgültig, ob mir jemand dabei zusieht oder sich jemand eine Meinung über -meinen machmal doch auch recht eigenen- Tanzstil bilden mag. 

Wenn es darum geht, für meine Meinung und Ansichten einzutreten, kann ich das lautstark und voller Überzeugung tun, ungeachtet dessen, ob es rationale Beweise für dergleichen gibt. Wenn ich in meiner grell- orangen Jacke durch die Gegend spaziere, sehe ich immer aus wie ein Baustellen – Hütchen (darauf wurde ich auch freundlicherweise schon dutzende Male hingewiesen- danke an dieser Stelle ;)) aber das macht mir nichts, denn ich liebe sie und wenn ich etwas mag, ist das das einzige Gütesiegel, das ich benötige. 

Egal, was andere davon halten mögen. In all diesen Situationen bin ich mir meiner selbst sicher und ich trete für mich ein und dessen bin ich mir durchaus bewusst. Dann gibt es aber wiederum andere Lebensbereiche in denen ich wie ein verlorenes, kleines Kind herumwackle und hoffe, jemand möge kommen und mir endlich mal erklären, was ich eigentlich mit diesem „Leben“ anfangen soll. 

Ich bin zum Beispiel schüchtern. Mag so auf den ersten Blick nicht so rüber kommen, aber wenn ich jemanden mag (ich spreche jetzt von Männern) und ich nervös bin, rede ich prinzipiell vollkommen unzusammenhängende Sätze und das nervt. Ich stammle dann irgendwelche Wortfetzen und ernte dafür meistens verwirrte Blicke. Wenn ich besonders gut vorbereitet bin, schaffe ich es manchmal die Situation zu umgehen, indem ich von Vornherein voll auf „Friendzone“ mache – hier fühle ich mich wieder sicherer. Dann bin ich in den Augen der Männer entweder absolut irre oder eben eine nette Kollegin. Sehr vielversprechend, ich weiß. Das bringt mich nicht so wirklich weiter und mir ist noch nicht ganz klar, wie ich diesen Graubereich verlassen soll, denn wie ihr vielleicht nachvollziehen könnt, das erfolgreiche Flirten wurde mir anscheinend nicht in die Wiege gelegt. 

Aber nicht nur in Beziehungsangelegenheiten bin ich ein Vollpfosten. Ganz generell habe ich ja schon oft von meinen Zukunftsängsten erzählt. Ich habe mir zum Beispiel kürzlich Flugtickets gebucht für eine längere Reise. Zugleich habe ich riesen Schiss vor solchen Reisen, weil ich immer Angst habe, meine Comfortzone zu verlassen und irgendwann entweder entführt oder von wilden Tieren gefressen zu enden

Ich hatte auch Angst, als ich meinen Job gekündigt habe, ich habe Angst, falsche Entscheidungen zu treffen, mein Leben zu verplempern, mich nie zu verlieben, mich tatsächlich zu verlieben, eine Familie zu gründen, keine Familie zu gründen, ein Buch zu veröffentlichen und dann mit der Kritik konfrontiert zu werden,  nie ein Buch zu veröffentlichen, Familienmitglieder oder Freunde zu verlieren, abends nicht einschlafen zu können, etc. 

Ihr seht: Ich habe prinzipiell Angst. Jeden Tag. Und trotzdem stehe ich jeden Morgen auf, buche Flugtickets, reise (auch alleine) um die halbe Welt, kündige meinen sicheren Job, date irgendwelche Hornochsen auf tinder, schreibe ein Buch, etc. Was ich damit sagen will: Selbstbewusst- sein heißt nicht, dass ich stärker, sicherer und besser auftreten muss. Ich kenne mich selbst recht gut und lerne mich immer wieder neu kennen und ich glaube, es ist wichtig, dass ich um meine Unzulänglichkeiten, Ängste und Sorgen bescheid weiß. Schwäche zeigen heißt nicht gleich, nicht stark zu sein. Ich lebe mit meinen Ängsten und setze trotzdem einen Fuß nach dem anderen auf. Und vielleicht klappt es ja irgendwann dann auch mit dem Flirten. 🙂 

Jetzt werdet ihr euch vielleicht wundern, was meine Überschrift mit diesem Blogeintrag zu tun hat. Ich habe heute mit einer lieben Freundin telefoniert (dieselbe, die ihr Fenster geöffnet hat) und dann habe ich eine gaaaanz lange Jammertirade darüber losgelassen, dass wieder eine Woche um ist und ich noch immer nicht weiß, was ich mit meinem Leben anfangen soll und, dass ich heute nichts Produktives gemacht habe und, dass ich jetzt schon zu den „Älteren“ gehöre und ich keine eigene Wohnung, keine Beziehung, kein Geld und keine Ahnung von nichts habe und nach all dem Gejammere meinte sie: 

„Naja, man gewöhnt sich an alles.“ 

Ich liebe meine Freunde. Schönen Sonntag! Vera

10 hearts in my chest..

I haven t been very active here lately and this is simply because i didn’t want to write my blog anymore. That doesn’t mean that I didn’t write at all- on the contrary- I wrote a lot and my manuscript is almost done. Like for real now! 🙂 But I got really bored of this blog and if I am already bored writing it- how must you be bored, reading it?

Anyways, I decided to get active in this blog again, also because I didn’t like my last entry. Maybe you know this kind of feeling, if you produce something, no matter if it’s music, art, design, whatsoever. One day, you feel like you achieved and created something really good– then you sleep over it and the next day you ask yourself: 

„What the f*** is this?“ 

I’ve heard that a lot of people struggle with these things, but I really do have the opinion that this is the red thread in my life. I am the kind of person who changes her opinion every 5 minutes. I even think a housefly has more endurance than I do. This really annoys me at times. How can I be super passionate about something only to call it „past“ a few moments later. This may mean, I will never be able to calm down and relax and be simply satisfied and happy and in peace one day.

I’ve spent the past two days on a farm, away from civilisation if you want to call it like that. I had no internet, the big old farm house (I think a few hundred years old) is still to be heated with wood and I ate only products which were self made or self slaughtered. As you know me, I went there with the idea that I will solve my problem of being inconsistent and come back with a stable plan of what I want to do with my life, but what should I say? I gained 4 kg, slept more than 24 hours but I definitely had no plan when I sat on the bus back to town. Still, I was a lot calmer than before. 

One might say now, that is, because I had eaten and slept so much and this „one“ could be right, but also I gained a new perspective on my „problem“ if you want to call it like this.

My ability to always change my direction could also be an advantage in life. I am definitely able to cope with new happenings. My interests may be short term, but at least I never have to be afraid of having no interests at all.

Also I’ve realised that I am very constant with the most important things in life.

family

friends

writing

I have been writing my whole lifetime, since I’ve learned the first letters, and I have worked on my manuscript for over two years now. I sometimes joke that I will write one book after the other if necessary until one gets published, but honestly- that is definitely no joke and I will continue writing then as well. 

At the end, i might not be the most consistent person in my decisions, moods or interests. But I can trust in myself that I will always commit to the most important people or things in my life. 

I might be living in various countries, maybe move around in a caravan with my own family, maybe have my own farm one day, perhaps live in a big city, have five children or only a dog, have one husband or many (*just-kidding*), but I can make as many plans in life as I want, it may always be totally different from what I had planned for myself so in the end, it’s a good thing, that I am able to change really quick and deal with new circumstances. Let’s call it „flexibility“. And the good thing is: 

I will always find new ways to create happiness in some way.

I don’t know if I will continue writing this blog. I might- or I might not- we’ll see. 

At the beginning of this post, I said that I am bored. But I’ve changed my opinion during writing it. (surprise) 

One thing is for sure: 

It will never be boring (at least not for me ;))

Have a nice evening. Vera Vis.

10 Herzen in meiner Brust..

In letzter Zeit war es recht still um mich, aber das lag schlichtweg daran, dass ich keine Lust mehr auf meinen Blog hatte. Er hat mich gelangweilt. Und wenn es schon beim Schreiben für mich langweilig ist, wie muss es dann erst für andere beim Lesen sein?

Soll nicht heißen, dass ich in den letzten Wochen nichts geschrieben habe. Im Gegenteil- ich war sehr produktiv -und mein Manuskript ist nun fast komplett fertig gestellt. Aber ich hatte eben keine besondere Lust, weitere Blogeinträge zu schreiben.

Trotzdem habe ich mich nun aufgerafft und beschlossen, mich hier mal wieder zu melden. Ehrlich gesagt wollte ich auch einfach nicht, dass mein letzter Blogeintrag so stehen bleibt, denn irgendwie mag ich ihn nicht. Ich glaube, das ist mitunter das Schwerste, wenn man etwas von sich preis gibt. An einem Tag findet man alles, was man gerade erschaffen hat, egal ob Musik, Bilder, Design oder in meinem Fall eben Geschreibsel, gut. Dann schläft man eine Nacht darüber und denkt sich nur: Wer hat denn diesen Scheiß verzapft? Zum Glück habe ich letztens gehört, dass es sogar Profis so ergeht. Irgendwie scheint sich dieser schnelle Wandel aber tatsächlich durch mein Leben zu ziehen.

Ich habe manchmal das Gefühl, ich besitze die Aufmerksamkeit einer Stubenfliege. Wenn ich mich für etwas Neues interessiere, bin ich Feuer und Flamme und glaube dann, endlich das Richtige für mich gefunden zu haben, aber nach einiger Zeit (manchmal länger, manchmal kürzer) finde ich dieselbe Sache stinklangweilig und ich suche nach neuen Herausforderungen. Ich sage dann immer ganz schlicht: „Jetzt habe ich es gesehen, jetzt kann ich weiter ziehen.“ Diese Einstellung stört mich aber. Wenn man wie ich, immer wieder auf der Suche nach etwas Neuem ist, bedeutet das dann nicht, dass man niemals zur Ruhe kommen wird?

Da gab es mal eine Internet Spruch, den ich immer liebend gerne geteilt habe: 

„Vor 5 Minuten hast du noch etwas ganz anderes gesagt!“ -„Egal. Ich habe mit der Vergangenheit abgeschlossen.“

Dieser Dialog trifft es ziemlich genau. Ich ändere ständig meine Meinung, habe immer neue Pläne und irgendwie ruft das in mir auch die Angst hervor, dass ich vielleicht niemals zufrieden sein kann. 

In den letzten beiden Tagen war ich auf einem Bauernhof, fernab der Zivilisation, wenn man so will, denn es wurde noch mit Holz geheizt, es gab kein Internet und das Essen kam hauptsächlich vom eigenen Anbau beziehungsweise von Tieren, die man selbst oder ein Nachbar geschlachtet hatte. Ich genoss die Ruhe für mich und habe über all diese Fragen nachgedacht. So intensiv, als müsste ich, wenn ich dann wieder nachhause fahre, eine Antwort haben und endlich wissen, was ich für mein Leben wollte. Wie dem auch sei, ihr kennt mich ja inzwischen, ich habe keine Antworten erhalten, ich habe zwar bestimmt 4 kg zugenommen, weil das Essen so lecker war und insgesamt 24 Stunden meines Aufenthaltes geschlafen oder gefaulenzt, aber bei der Rückfahrt war mein Gemüt trotzdem um einiges ruhiger und plötzlich hatte ich eine ganz andere Perspektive. (Passend zum Thema;))

Meine Fähigkeit, mich immer neu zu orientieren kann auch ein Vorteil im Leben sein. Vielleicht sind meine Interessen nur von kurzer Dauer, aber dafür muss ich nie Angst haben, dass sie mir irgendwann ausgehen werden, denn ich werde immer wieder eine neue Leidenschaft entdecken. Mein Leben kann dadurch bereichert und vielfältiger werden.

Außerdem gibt es da immer noch die wirklich wichtigen Dinge, bei denen ich durchaus sehr standhaft und ausdauernd bin.

Familie

Freundschaft

Schreiben

An meinem Manuskript schreibe ich immerhin schon zwei Jahre und ich bin mir sicher, dass ich, sobald dieses endgültig fertig ist, mit dem nächsten anfangen werde. Komme, was wolle. 

Ich sage immer ganz scherzhaft: „Ich schreibe so lange Bücher, bis ich mindestens eines veröffentliche.“ Ihr werdet sehen, ich mache meine Drohung wahr! 😉

Was ich damit sagen will: ich bin nicht die konstanteste Person der Welt, manchmal sehr sprunghaft in meinen Launen oder Entscheidungen, es fällt mir auch schwer, mich festzulegen. Aber ich kann darauf vertrauen, dass ich die wirklich wichtigen Dinge oder die wirklich wichtigen Menschen in meinem Leben niemals aufgeben werde. Und darauf kommt es doch an. Vielleicht wohne ich mal hier, mal da, ziehe irgendwann mit einem Wohnwagen und einer Familie durch die Gegend, vielleicht habe ich mal meinen eigenen Bauernhof oder ich lebe in einer Großstadt, vielleicht habe ich fünf Kinder oder nur einen Hund, vielleicht einen Mann oder wer weiß, vielleicht viele? 😉 Ich kann noch so sehr versuchen, mir einen Plan zurecht zu legen, das Leben macht mir ohnehin oft einen Strich durch die Rechnung, also könnte meine Begabung, mich immer wieder neuen Gegebenheiten anzupassen auch von Vorteil sein. Man könnte es „flexibel“ nennen.

Insofern: Vielleicht schreibe ich hier in diesem Blog bald wieder was- vielleicht auch nicht. Ich lass es mir offen, ihr möget mir meine Unbeständigkeit verzeihen. 

Am Anfang dieses Blogeintrages habe ich ja immerhin geschrieben, dass es mich langweilt. Nun ja, wie ihr seht, habe ich meine Meinung inzwischen geändert:

 Es wird nie langweilig.

(Zumindest für mich nicht ;))

Schönen Sonntagabend! Vera Vis

(Ode an die..) Liebe

Gleich vorweg: Ich muss euch enttäuschen, mein Beitragsbild hat dieses Mal leider nichts mit meinem Text zu tun, ich fand es einfach nur sehr lustig. Aber das Thema wäre eigentlich ganz gut, vielleicht kommt da noch mal was 😉

Wie schon der Titel heute verrät geht es um die Liebe. Ich liege gerade krank im Bett und habe deshalb ein bisschen Zeit, mir darüber Gedanken zu machen. (Ich kann nicht schlafen)

Wenn man mein aktuelles Liebesleben hier in diesem Blogeintrag beschreiben müsste, wären wir an dieser Stelle fertig. Blank Page, sage ich nur… 

Also Nein- ich bin  gerade nicht verliebt und vor ein paar Monaten hätte ich noch gedacht „Gott-sei-Dank“ denn wie ich immer zu sagen pflege: Die Liebe ist ein Schlachtfeld und meistens lag ich am Ende verwundet am Boden der Tatsachen. Nichtsdestotrotz heilt die Zeit ja bekanntlich alle Wunden (um mich hier ein paar Floskeln zu bedienen) und mittlerweile, nachdem von den tiefen Verletzungen nur noch verheilte Narben übrig sind, bin ich wieder bereit und offen für die Welt. Zumindest behaupte ich das, denn im Grunde bin ich mir da gar nicht so sicher. Ich war schon seit Jahren nicht mehr wirklich verliebt. Zwischendurch gab es hier und da mal mehr oder weniger bedeutende Schwärmereien, aber mein Herz blieb letzten Endes ganz bei mir und ich weiß manchmal nicht, ob das gut so ist. Ist es eine Stärke, wenn wir uns nicht mehr fallen lassen und hemmungslos verlieben oder ist es viel mehr Selbstschutz und ein Phänomen unserer Gesellschaft? In Zeiten von tinder (ich habe meinen account inzwischen gelöscht) und all dem oberflächlichen Getümmel geht die Liebe ganz schön unter. 

Niemand will sich mehr die Blöße geben. Männer fragen prinzipiell auch gar nicht mehr um Dates (in meinem Fall verständlich- weil sie vielleicht Angst haben, Inhalt meines Blogs zu werden- nicht ganz unbegründet), sondern liken nur noch ein „Profilbild“. Man bleibt lieber auf der sicheren Seite, auf der man nichts versprechen und sich zu nichts bekennen muss. Alle Optionen offen halten. Man schläft lieber miteinander, statt sich zu daten, denn dann ist man dem anderen nicht wirklich etwas schuldig, wenn man aber mal ernsthaft ins Gespräch kommt, könnte das schon zu viele Hoffnungen schüren. Manchmal habe ich das Gefühl, ich muss dem armen „stärkeren“ Geschlecht zuerst versichern, dass er mir keine Unterhaltszahlungen schuldet, nur weil er mich auf einen Kaffee einlädt. Aber ich will die Männer hier gar nicht an den Pranger stellen, ich sitze im selben Boot. Nur nie jemandem zu viele Hoffnungen machen, immer klar stellen, dass man eigentlich eh nur locker daten möchte, falls man dann doch keine Lust mehr auf den Menschen hat, kann man immer noch sagen, dass man es eh von Anfang an angekündigt hätte. 

Mein Vater hat mir einmal erklärt, dass die Liebe zuerst einfach mal da ist, aber die Entscheidung mit diesem Menschen ein Leben zu verbringen, die musst du tatsächlich mit dem Kopf fällen und zwar an jedem Tag aufs Neue. An manchen Tagen ist diese Entscheidung ganz leicht, weil du die Nähe, Zuneigung, Vertrautheit und Liebe einfach fühlst, an anderen Tagen wird es vielleicht schwieriger, man muss sich erinnern, warum das der „beste Freund“ ist und hier ist vielleicht auch der Clue an der ganzen Sache. 

Sind wir überhaupt noch gewillt an einer Beziehung zu arbeiten, und uns mit jemandem auseinanderzusetzen auch wenn es anstrengend ist und wir uns nicht immer voll verliebt fühlen?

Ist es nicht viel einfacher, frisch, fröhlich und heiter in den Tag hinein zu leben ohne sich zu jemandem oder zu einer Beziehung zu bekennen und an ihr festzuhalten?

All das sind absolute Kopffragen. Letzten Endes muss ich mich diesen erst dann stellen, wenn wieder jemand in meinem Leben ist, der mein Herz durcheinander bringt. Im Moment ist das noch nicht der Fall. Ich finde immer mal wieder jemanden attraktiv, fühle mich zu Menschen hingezogen und wie das so ist, geht man vielleicht auch mal ein Stück des Weges gemeinsam (ihr wisst schon was ich meine). Aber mir wurde schon lange nicht mehr schwindlig vor lauter Herzklopfen. 

Manche werden jetzt zu Recht sagen, dass das, was ich hier beschreibe, nur Hormone sind und nichts mit echter Liebe zu tun haben, aber ich glaube, dass es diese Hormone braucht, um das andere wachsen zu lassen. Manchmal ist es nur eine Freundschaft und plötzlich, durch einen Kuss, entsteht ein vollkommen neues Bild, manchmal trifft es einen zuerst inmitten der Eingeweide, um dann langsam Richtung Herz und Kopf zu wandern. Wie dem auch sei- die Liebe ist Kopf und Herz und Körper und eine riesen Portion Freundschaft. Es ist jedoch immer ein Risiko. Auf beiden Seiten. Die Frage ist doch- können wir mit diesem Risiko umgehen? In meinem Fall sage ich ganz klar: Ja. Ich habe schon Liebeskummer überlebt und ich werde ihn wieder überleben, aber mich deshalb zu verkriechen und mich nie wieder auf jemanden einzulassen, ist für mich keine Alternative. Das Leben will gelebt werden. 

Ich nehme mir jedenfalls vor, meine Sicherheitsanker an Bord zu lassen und stürmisch und mutig in See zu stechen. (zum Glück bin ich kein Mann- bei diesen Metaphern *haha*)

Das Gute an der ganzen Sache ist ja, dass man es im besten Fall nicht alleine entscheiden muss. Es gehören zur Liebe ja tatsächlich immer zwei, auch wenn ich das in meiner Vergangenheit oft ignoriert habe. Nur, wenn zwei Menschen fühlen, dass sie ohne den anderen nicht sein wollen, kann auch etwas daraus wachsen.

Man könnte noch so viel mehr zu diesem Thema schreiben, nicht umsonst füllt man ganze Bücher damit, aber ich lege mich jetzt wieder ins Bett, weil ich glaube, dass ich Fieber habe. 

Leere Seiten sind jedenfalls dazu da, beschriftet zu werden, also mal schauen, was sich in meinem Liebesleben tut. Ich halte euch auf dem laufenden. 🙂 

VIEL LIEBE, eure Vera

(Ode to…) Love

My todays topic is not so much about the picture – although maybe it is indeed a little bit, because it deals with the ups and downs in life 🙂 

At the moment I’m lying in bed ill though and I started to think about love (as the title says)- yes- i know, I should maybe watch Netflix instead (or sleep), because how will we ever be able to understand what love actually is… But I hardly can breath and my bones ache so it’s a good way to distract myself 🙂

When it comes to my very own love life we could end this blog post here. I’m just saying: BLANK PAGE. 

But hey, I have a bunch of experiences that I can count on and I’m not tired yet to let you all know about them 😉 

As I always say: Love is a battlefield and in the end I tended to always lie there, licking my wounds at the bottom of the facts. Reality is a bitch. (I’ve never said, that I am a poet) and especially when we are in love sometimes, it can hit us straight to our faces and leave us lost.

I first was in love in Kinder-garden. It was so cool, because the guy loved me back – for at least 4 hours – then he met my brother and he found it way more exciting to play football with him than to hang out with me. What should I say? My heart bursted into a thousand pieces and this is how it continued many times after that. 

Ok, this is slightly dramatic. To be fair, I’ve had great relationships in my life and there were a lot more happy hours with other men to come, who didn’t reject me to play football with my brother, but what stays at the end of a relationship is always the certain weird taste of heartache and grief, even if I was the one to quit. 

People do get hurt. This is a fact. And I don’t want to be on any of the both sides. The one who gets hurt or the one who hurts. Even though I keep saying that I am open for new love, I haven t been in love for a few years now and I think, this is, because I started to protect myself from this risk. I fancy guys and I appreciate guys (sometimes I appreciate the guys that I actually fancy less than the other ones… *hmmm*)

But it’s been a while that I’ve had a more profound bonding with someone. That doesn’t mean that I don’t enjoy any kind of „getting to know each other“, it’s just that I miss this certain spark and excitement. People keep telling me that when you grow older, this is how you fall in love and I understand their point of view.

We are all adults. We know, there are hormones and there is mind and heart. And above all there’s friendship. But I think, for love – it needs all four of these above said. I want that certain spark, I want to feel it deep down in my guts and if the guy is worth it and he feels the same way, we will discover ourselves in a more emotional or mindful way as well and he will become my best friend. I might be unrealistic here, but my parents (who have been married for 44 years now) proved me right. My dad once told me that love is, what comes first, relationship is, what you choose afterwards. Every single day from new. There might be days when the choice is easy, because you feel the trust, affection and love for each other and some days you really have to remind yourself why you actually don’t want to be without this person. My dad has said, he hasn’t regret his choice ever this far. 🙂

But maybe this is what keeps us away from getting „involved“ anymore: Because it requests work.

I sometimes have the feeling, guys don’t ask me out on dates anymore (besides on tinder- but i deleted it) they rather like your profile pic. It’s easier to sleep with each other than to actually talk to each other, because then you don’t have to disappoint anybody. 

I’m not only accusing boys here, I am the same. I try to never make false promises, never get too attached to people so no one gets hurt. Sometimes I might miss out on experiences, only because I want to stay on the safe side though. 

A friend of mine lately said that she thinks, if one day she is ready and she is the perfect herself she can be, she is going to meet the right man. I don’t agree on that. We will never ever be the „perfect“ us. I can grow 99 years and still have a full bunch of imperfection outside and inside. Some people will accept these on me, some won’t. And then there are the ones who will love these about me. These are the people I want to keep myself surrounded by.

But I do agree that it is a big help, if you are aware of who you are (as far as this is possible) and what you want for yourself.

The good about all this mindfuck is, that in the end, it s not you alone who has to do all the work (even if in my past I sometimes thought that’s the way it is) – in the end there are always two people.

And if both want it, something can grow out of it… I could write a whole book when it comes to this topic, but I think, I have fever and I really should put my lap top away now and try to sleep again. 

At the end of the day, a blank page is ready to be filled- so I try to be open and risky for love and whatever life brings up.

I’ll keep you updated about it!  😉

LOTS OF LOVE, Vera.

Lift you up…

I know… i promised that one day I’m going to write 4 pages only about food, but I have to disappoint you: Today is NOT that day! Instead I will tell you about my Tuesday. For those of you who are really very disappointed now, I had a sandwich for lunch and a pizza in the evening (no smoothie bowl*sorry*)

So my Tuesday was somehow a hard day, some really not that important people told me little not so nice things and I don’t know why, but I ended up, sitting at 5 p.m. on a bus stop bench, almost crying. In order to not get recognised by people I pretended to yawn, every time a tear spread in my eye- so what should I say, people looked at me as if I had not slept for the past 10 years… Crying would have been much more embarrassing though. Wouldn’t it? 

Back in University (university for primary school teachers) a Psychology – Prof once gave us the task to imagine ourselves as a fruit and put us into groups.- I know, Psychology courses… However at first I didn’t take that too serious until I realised that everybody knew exactly to which group he or she belonged. There were bananas, grapes and a pineapple which stayed with the apples in one big basket. When the prof turned to me, asking where I belong, I only could answer that I m a strawberry jumping from one basket to the next one. She smiled at me and answered that this is exactly how she sees me. As a person who gets along everywhere and with everyone somehow. I know – this is a compliment and I don’t like it if people put things into baskets or categories anyways, but somedays, I feel lonely because of that. I simply don’t know where I belong to. 

However, yesterday I felt like I’m in the urgent need for a „I feel really sorry for myself“ cry session. And yes, I’m very well aware that there are bigger problems in this world, starting from hunger, wars, our planet slowly going to die, not even want to start about Trump and so on. But what should I say?- There are days where I feel like within all this- I am definitely the poorest soul here on earth… 😉

Anyways, I really was looking forward to just get home, crawl under my bed blanket and cry my heart out- since this is always a good release of pressure. BUT – and here is the thing – I’ve just moved back to my parents for another 3 months now- so I was NOT alone. There was not much to do but swallow my self sorrow tears. I chose to do one other thing that is always a big release:

DANCING.

Lucky me, Sean Koch was in Innsbruck last night and what should I say: Even if you feel like you are the most lonesome rider (without a car) on this earth, you always feel a bit more „together“ if you have great music and a dance-floor (even if it was 20 sq.cm in my case). In addition to that I met some really heartful people and I realised that what connects us all, are the many questions which we share.

And above all the one: Am I enough?

However, I do what I do and sing along while I’m doing it, hoping for the world to show me my spot on earth. And if there are many baskets that I have to discover, my life will be very colourful and fruity.

Lots of love. Vera Vis.

P.S. Haven’t cried last night anymore.

Lift you up…

Hallo ihr Lieben! Ich weiß, ich habe euch einen vier Seiten Blog über mein Mittagessen versprochen, aber ich muss euch enttäuschen- heute nicht. Heute geht es um meinen Dienstag. Für all diejenigen, die jetzt aber sehnsüchtig auf diese Info gewartet haben: Es gab ein Sandwich zu Mittag und Pizza zum Abendessen.. (keine Smoothie Bowls *sorry*)

Jedenfalls war der Tag lang und hart und irgendwie passierte es, dass mich kleine Kommentare von wenig wichtigen Menschen so aus der Bahn gebracht haben, dass ich um 17.00 Uhr auf einer Bushaltestellenbank saß, den Tränen nahe und mich fühlte, als wäre ich der lonesome rider höchstpersönlich. Nur, dass ich nicht mal ein Auto habe, das ich fahren könnte. 

Einmal in einem Psychologiekurs an der Uni gab uns eine Professorin die Aufgabe, uns als eine Obstsorte zu definieren und uns zu jener Gruppe zu gesellen, zu denen wir uns am meisten zugehörig fühlten. Ich weiß – Psychologiekurs eben. Ich nahm die Aufgabe anfangs nicht besonders ernst, bis mir klar wurde, dass jeder sofort wusste zu welcher Gruppe er/ sie gehörte, nur ich nicht. Da waren Bananen, Trauben, eine Ananas, die aber im Obstkorb mit den anderen lag und als die Professorin mich befragte, musste ich eingestehen, dass ich eine Erdbeere bin, die von einem Korb zum nächsten hüpft. Ich fühle mich überall wohl, muss aber nirgends bleiben. Meine Professorin schmunzelte damals und meinte, dass sie mich genau so sehen würde, weil ich mit jedem gut auskomme und mich überall sehr gut anpassen kann. Ich weiß, sie meinte das als ein Kompliment, aber mich ließ diese Übung eine Weile lang nicht los, denn mir wurde dadurch klar, dass sich das irgendwie durch mein Leben zieht. Ich passe nirgends wirklich hin. 

Ich weiß, ich jammere immer über Kategorien und Schubladen und ich möchte auch nicht in solche gepackt werden, aber an manchen Tagen wünscht man sich doch eine Lade, in die man hinein passt, dann fühlt es sich weniger einsam an.

Jedenfalls saß ich auf dieser Bank und fühlte mich so, als ob ich der einsamste Mensch auf diesem Planeten sei – die, die meinen Blog schon eine Weil verfolgen, kennen meine etwas theatralische Seite ja bereits. Ich weiß, es gibt Hungersnot und Kriege und unser Planet ist kurz vorm Zugrundegehen. Von Donald Trump und Konsorten möchte ich gar nicht erst anfangen, aber es gibt nun mal Momente, in denen ich das Gefühl habe, in all dem Chaos bin ich immer noch die Ärmste,… 🙂 

Am liebsten hätte ich sofort eine Runde Selbstmitleid geheult. Ich war auch schon kurz davor, aber als ich bemerkte, dass die Passanten mich seltsam beäugten, habe ich schnell gegähnt und so getan, als hätte ich deshalb so feuchte Augen. Die mussten denken, ich hätte 10 Jahre nicht geschlafen, so oft, wie ich gegähnt habe.

Die Busfahrt nachhause konnte ich es kaum erwarten, endlich die Wohnungstür aufzuschließen, mich in mein Bett zu schmeißen und den ganzen Weltschmerz in mein Kissen zu heulen, aber da ich – wie ihr ja mittlerweile auch wisst – gerade wieder bei meinen Eltern wohne – war ich nicht allein und es half alles nichts: Tränen hinunter schlucken und weiter machen. 

So ein „Selbst-Mitleid-Heul-Krampf“ kann sehr befreiend sein und ich würde das nur jedem empfehlen, aber, wenn das nicht geht, so wie das in meiner Situation der Fall war, gibt es noch eine zweite Option: 

Tanzen.

Zufälligerweise war gestern Sean Koch in Innsbruck und was soll ich sagen, sie haben mir den Tag gerettet. Selbst wenn man noch so einsam in einer Menge steht und tanzt, fühlt man sich irgendwie gemeinsamer durch gute Musik. Außerdem habe ich mit wirklich tollen und liebenswerten Menschen gesprochen, was mir wieder nur vor Augen geführt hat, dass eigentlich niemand so wirklich davor gefeit ist, sich Gedanken darüber zu machen, wohin er/sie gehört, wer man ist und was man mit seinem Leben überhaupt anfangen soll. Und ganz nebenbei: Bin ich genug?

Ich werde wahrscheinlich nie in eine Schublade passen und wer weiß, wie oft ich hier noch darüber jammern werde… Aber auch wenn es Vera Vis nur einmal gibt, wird es immer etwas geben, was mich mit anderen Menschen verbindet, selbst wenn es nur die vielen Fragen sind, die uns durch den Kopf gehen… oder ein Abend voller guter Musik und einer Tanzfläche. Oder in meinem Fall 20 qcm Platz, aber das reicht manchmal auch. 😉

Schönen Mittwoch wünsche ich euch! Viel Liebe- Vera.

P.S. Ich habe nicht mehr geheult gestern. 🙂

Free SOUL free MIND

So I was asked if I really plan to post every blog entry in English and in German and I can clearly say: „NO“. If you read my last post in both languages, (which even I wouldn’t do – it’s way too much) you may have recognised that the context in english varies slightly to the context in german. First of all, because I’m lazy and I can’t be asked to type every single bit of it again and second, because I always feel a bit like a different person in English than in German. This is what I’ve always tried to explain to my english – speaking friends. The sound of my English voice is different from my german one. German is my mother tongue so my heart probably opens much wider than in English. It’s like two different people inside me which leads me actually to today’s topic. 🙂

It’s about a serious one this time. I know, my tinder experiences are probably as important for the worlds future generation as my thoughts of today… but still I want to keep my sarcasm voice a bit more quiet than usual, because I’m going to tell you about my darker layers. 

A few years ago, when I lived in France, there was a sentence written on my wall: „I don’t want to talk with my own darkness“. It may sound weird to you guys (and I admit, it is quite a bit), but I sticked this sentence on the wall for good purpose. It was the first time in my life that I was all by myself in a foreign country, for a longer time, at first not knowing anyone and my french was – let’s say- modest. So I had loads of time to start thinking and pondering on things. On life, on the world, on me, on my role in this world. My thoughts became very loud and I started to ask myself if I’m crazy. I know, some of you might say „INDEED YOU ARE“ and in some way I do actually agree. 🙂 

But I think that it is a part of being human to have this certain sparkle of craziness inside each one of us. It’s only about what we make out of it. I also do believe that if the life circumstances get wild enough, everybody is capable of getting to know the dark sides inside each one of him-/herself. 

One day, a friend of mine, and I consider him a real artist, told me, that I need to loose control over myself a bit more, because he thinks that I haven’t found my potential of being a real artist yet. 

I have to say, I don’t agree on that. There were times in life where I dived deep into these kind of waters and times where i tempted to ignore this side of me. As I always say, I’m a deep-sea-diver and so are many people in this world. There are a lot of creative souls out – there and some of them are lost as well. I often see, that people think that they get a higher potential of being creative, loosing themselves and experiencing the world in different layers when they do drugs. But at the end, I think, it’s no art to loose yourself in this world. It’s so much easier than staying alive, healthy and stable on this planet. The art is, to balance in between both worlds.

So I m dancing on the thin line of craziness and enjoying to look at the boarder, see the dark in me and use this potential for my creativity. You know, I’m writing. Currently on a fictitious story about a woman who wakes up in psychiatry, not knowing, who she is. YES – FICTITIOUS!! 😉

But I like to get up in the morning, knowing that I m stable and clear and I can walk through this world with, at least at the moment, a strong mind that I can count on. 

I sometimes get messages from people who actually really read my blog (there are some!!!:)) And this truly means something to me. So to all you guys out-there, if you get really quiet, sit down and realise that life is actually pretty weird, don’t worry, we are all on this planet, actually knowing shit and just trying to get  through this life. And if we are good and lucky, we might survive and still be alive at the end of the road. 🙂