Susuria Rum

Hallo ihr Lieben.. Hier mal ein kurzes Update.
Ich habe ja eigentlich ein paar stories versprochen, aber iwie komm ich mir komisch vor, in eine Kamera zu sprechen, also hier vielleicht einfach doch mal ganz old school EIN PAAR geschriebene Worte.

Meine Freundin Susi und ich haben es gewagt.. Eine aufregende Reise nach Panama und Costa Rica.. Anscheinend beides Länder wo Reis und Bohnen die Speisekarten beherrschen.. Zumindest wurde uns das vorher gesagt.

Aber unser Abenteuer begann schon früher. Nämlich am Flughafen in München, wo ich sogleich feststellen konnte, dass ich Gepäck für ein halbes Jahr mitgenommen habe, während Susi mit einem kleinen Rucksäckchen aufgetaucht ist. „Echt? Du hast Nagellack dabei?“, fragte sie vollkommen entsetzt, als ob ich die Backpacker Regel Nr 1 gebrochen hätte.. Was soll ich sagen? Für mich kann Nagellack manchmal den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Tag machen!

Aber natürlich hatte sie recht, ich hatte ungefähr zwei Taschen zu viel dabei (ein Rucksack hätte gereicht).. Als wir einchecken wollten, haben sie uns gleich raus gespickt, (Susi meint immer noch wegen meines Gepäcks, aber bestimmt nicht!) Wir sind über die U. S. A. geflogen.. Oh mein Gott! Obwohl wir dort einfach nur umsteigen wollten, wurden wir schon beim Check in in München getrennt von einander befragt.. Ob wir terroristische Anschläge geplant hätten oder zuletzt mal in China waren.. Zum Glück haben sie nicht nach meinem Liebesleben gefragt, da wäre ich echt ins Schwitzen gekommen…

Endlich im Flugzeug angekommen ergriff Susi meine Hand. Ich wusste, dass sie Flugangst hat u hatte mir fest vorgenommen, mit ihr die ganzen 16 Stunden ohne Medikamente durchzustehen. Im Nachhinein betrachtet würde ich sagen, dass Tabletten keine so schlechte Option sind… Naja. Wir haben ja noch einen Rückflug zu meistern.

In New York beim Umsteigen wurden wir dann wieder befragt.. Susi durfte meistens durchgehen, bei mir gab es Sprengstoff Tests und extra Gepäckkontrollen.. Allmählich nervten mich meine drei schweren Taschen. Vielleicht bin ich doch nicht so ein Pack-Genie, wie ich geglaubt hatte.. Zum Glück haben wir eine liebe Deutsche am Flughafen kennen gelernt, die jetzt drei Monate in Panama City lebt. Sie hatte sofort Mitleid mit mir und so durfte ich die Hälfte meines Gepäcks dort punkern bis ich wieder heim fliege.. Ja, ich weiß, man könnte meinen, ich lerne daraus. Aber ich muss gestehen, dass mir das bei früheren Reisen auch schon passiert ist.. Da gäbe es ein paar lustige Anekdoten.

Wie dem auch sei. In Panama City angekommen, haben wir ein super schönes Zimmer bezogen, in dem ein super netter Mitbewohner war, der mir sogleich seine ganze Lebensgeschichte erzählte und mich über Preise von Kokain und Prostituierten informiert hat.

Keine Sorge, ich habe bestimmt zwei Stunden dafür geopfert um ihm zu erklären, dass sein Leben gerade in völlig falschen Bahnen verläuft, während Susi meine Nüsse gegessen und Musik gehört hat. Vielleicht hat die Therapie ja etwas gebracht, wer weiß. Vera is on a mission! 😉

Nach einer super lustigen Zeit in Panama City ging es weiter nach Santa Catalina. Wir lieben die Panamenos.. Sie stressen uns ständig durch die Straßen, scheuchen uns zum nächsten Bus, nur damit wir dann eineinhalb Stunden dort warten können…

Santa Catalina war in den ersten Tagen nicht so ganz glücklich für uns..
Gleich am ersten Abend bekam ich eine fiese Magen/Darm Geschichte..

Susi konnte offenbar nicht umhin jedem davon zu erzählen. Als ich kurz mal raus spazieren ging und einen Mann aus unserem Hostel gefragt habe, ob er Susi gesehen habe, sagte er: „Da im Shop ist die kleine Blonde, deren Mitbewohnerin die ganze Nacht gekotzt hat.“

Viel besser aber war noch, dass Susi (während ich den Tag im Bett verbrachte, um mich zu erholen) surfen war. Irgendwann abends meinte sie dann so nebenbei.. „Hmmm.. Ich glaube iwie, ich habe mir heute beim Surfen den Finger gebrochen.“ Nachdem ich also meine Magen/Darm Geschichte überstanden hatte, hat sich Susi bei ihrer ersten halben Stunde auf dem Surfbrett den Finger gebrochen. Den Mittelfinger.

Genau wie ich letzten Sommer!  Dreamteam.. sag ich nur! Obwohl der Kellner beim Abendessen gemeint hatte, ein paar Antibiotika würden reichen (hmmmm) beschlossen wir, doch lieber mal ins Krankenhaus zum Röntgen zu fahren..

Heute konnten wir daher das nicht so touristische Panama besser kennen lernen.. Wir sind in eine Klinik nach Sona gefahren (etwa eineinhalb Stunden von hier). Die Leute waren alle super nett u fanden uns iwie sehr amüsant. Wir sie aber auch. Die Panamenos sind ein lustiges Völkchen. Im Wartezimmer putzt sich eine Frau mit Zahnseide die Zähne, alle Uhren gehen falsch und Susi (obwohl sie an drei verschiedenen Schaltern in perfektem Spanisch erklärt hat, dass sie Susanne K. heißt) wurde einfach in Susuria Rum umbenannt. (Rum weil sie dachten, der Geburtsort wäre ihr Nachname)

Am Ende hat ein freundlicher Arzt aber erklärt, dass das anscheinend schon mal passiert ist: bei einer Frau namens Ann Kuala Lumpur..

Jedenfalls war das sehr amüsant für mich. Nicht nur, weil ich komplett weg gedröhnt von den Tabletten gegen Reiseübelkeit war (die Busfahrten fordern mich ziemlich), sondern auch, weil ich immer, wenn wieder jemand aufgerufen wurde und niemand geantwortet hat, Susi gefragt habe: „Könntest du gemeint sein?“

Wie dem auch sei. Sie hat nun eine Gipsschiene. Erst mal nix mit surfen. Yoga will sie trotzdem morgen probieren. Ich weiß.. Diese Susuria ist schon verrückt!

Trotzdem sind wir am Abend noch mit den Rädern zum Strand gefahren.

Es ist wunderschön hier. Wir sind Heldinnen im Chaos und kämpfen sogar mit Kakerlaken.. Uns wurde hier sehr viel Reis versprochen.. Bis jetzt haben wir aber hauptsächlich Pizza, Pommes und Co gefunden.. Wir geben die Suche noch nicht auf und halten euch eventuell auf dem Laufenden! Wünscht uns Glück!

Alles Liebe, eure Vera.

Veröffentlicht von WhoIsVeraVis

Ich weiß noch nicht, wer ich bin, aber ich bin höchst erfolgreich dabei, es herauszufinden...

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